Wissenswertes über Köln

Panorama von Köln mit dem Dom, der Hohenzollernbrücke und Rhein im Sonnenuntergang.

Köln ist mit über einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt von Nordrhein-Westfalen und nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte Stadt in Deutschland.  Der prächtige Dom, der ausgelassene Karneval und frisch gezapftes Kölsch – dafür ist Köln berühmt. Doch die Stadt am Rhein hat noch viel mehr zu bieten.

Sehenswürdigkeiten

Kölner Dom
Um den kostbaren Dreikönigsschrein mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige würdig zu präsentieren, beschloss man im 13. Jh., den bestehenden Dom durch ein größeres Bauwerk zu ersetzen. Im Jahr 1248 wurde der Grundstein gelegt, 1322 fand die Chorweihe statt, doch erst 1880 war der Bau vollendet. Mit einer Länge von 144 m und einer Breite von 46 m gilt er als die größte gotische Kirche nördlich der Alpen. Die Westfassade mit den beiden über 157 m hohen Türmen ist mit 7100 qm gar die größte der Welt. Trotz seiner gewaltigen Baumasse ist der Kölner Dom ein Wunderwerk an Eleganz, der zum Rhein weisende Chor ein Spitzenwerk aus Türmchen und Strebepfeilern. Das Innere steht dem Äußeren in nichts nach. Die mächtigen Pfeiler lassen den Blick unwillkürlich in die Höhe wandern, wo ihn erst nach über 40 m ein steiles Spitzbogengewölbe aufhält.

Hohenzollernbrücke
Die 1911 errichtete Bogenbrücke schwingt sich vom Deutzer Messegelände hinüber zum Hauptbahnhof in Domnähe. Seit dem Wiederaufbau nach Kriegszerstörung fahren nur noch Züge. Das Haupttragewerk der Brücke sind ihre weithin sichtbaren charakteristischen Bögen. Eine Brückenbegehung mit Aussicht auf die Altstadt ist möglich. Besonders sehenswert sind die sogenannten Liebesschlösser. Frisch verliebte Paare befestigen ein kleines Vorhängeschloss an dem Gelände der Brücke.

Fischmarkt
Zu den wenigen noch vorhandenen historischen Baudenkmälern in Köln zählt das zinnengeschmückte spätgotische »Stapelhäuschen« auf dem Fischmarkt 1-3 im Herzen der Kölner Altstadt. Die erste Bebauung am Fischmarkt zwischen Lintgasse und Mühlengasse geht auf das Jahr 1100 zurück, eine Zeit also, in der der Handel aufblühte und der Grund und Boden in Köln immer mehr an Wert gewann. Zunächst wurden hier zahlreiche kleine Verkaufsstände gebaut. Später entwickelte sich auf dem Fischmarkt, begünstigt durch das Stapelrecht, der gesamte Kölner Fischhandel, der bis nach Holland reichte.

Bunte historische Gebäude vor einer großen Kirche, bewölkter Himmel, keine Personen sichtbar.

Rheinuferpromenade
Seit 1982, als der Straßenverkehr auf einer Länge von 500 m in den Rheinufertunnel verlegt wurde, hat die Stadt am Fuße der Altstadt mit dem Rheingarten und der Rheinufer-promenade eine grüne Lunge erhalten. Vor allem zwischen Zoo und Severinsbrücke bietet die linksrheinische Uferpromenade zahlreiche Cafés und Brauhäuser. Ein Spaziergang auf der Rheinuferpromenade lässt sich auch auf angenehme Weise mit dem Besuch des Schokoladenmuseums und des Kölner Zoos verbinden.

Groß Sankt Martin
Der mächtige Vierungsturm mit den vier Ecktürmen kann sich neben dem Dom behaupten. So wuchtig er dasteht, so fein gearbeitet ist er, ein Meisterwerk romanischer Baukunst des 12. Jh. Als Schmuckstück erweist sich der zum Rhein ausgerichtete Chor in Kleeblattform. Beeindruckend würdevoll ist auch das Innere. Teile des romanischen Langhauses weisen bereits gotische Elemente auf.

Alter Markt
Die Westseite des Alten Markts dominiert das Rathaus, Groß Sankt Martin und der Dom sind in Sichtweite, und im Zentrum des Platzes steht ein Brunnen mit dem Denkmal des stolzen Reitergenerals Jan von Werth, dessen unglückliche Liebesgeschichte mit der Magd Griet ​jedes Kind in Köln kennt. Einen Blick wert sind die Figuren des Platzjabbeck und des Kallendresser: Der eine, am Rathausturm, streckt zu jeder vollen Stunde seine Zunge heraus, der andere verrichtet oben am Haus Nr. 24 ungeniert sein Geschäft.

Flora und Botanischer Garten:
Seit 1920 sind Flora und Botanischer Garten zusammengewachsen, und ein Hauch von Fin-de-siècle weht immer noch über der 1864 konzipierten Anlage des königlichen Generalgartendirektors Peter Joseph Lenné: Blickfang und Mittelpunkt ist der Wintergarten, ein Palast aus Glas, der nach dem Zweiten Weltkrieg leider nur unvollständig restauriert wurde, südöstlich davon der Jugendstilbau des Frauenrosenhofs, heute Sitz der „Grünen Schule Flora“, für Gruppenbesichtigungen zugänglich. Sehenswert sind die Gewächshäuser mit ihrer Vielfalt an tropischen Pflanzen. Nördlich schließt sich der 1910 angelegte Botanische Garten an, ein „Lehrgarten“, der die Bandbreite der Pflanzenwelt in allen Kontinenten dokumentiert. Gemeinsam präsentieren Flora und Botanischer Garten mehr als 10 000 verschiedene Pflanzenarten.

Schokoladenmuseum:
Wie ein Schiffsbug schiebt sich die verglaste Front des Schokoladenmuseums in die Fluten des Rheins. Das Innere dieses auffälligen Gebäudes lockt jeden Tag Besucherströme an: Ein Museum, das die Produktion von Schokolade von der Bohne bis zur Tafel zeigt, das Geheimnis der Schoko-Osterhasen lüftet und einen stets umlagerten Schokoladenbrunnen besitzt.

Kölner Seilbahn:
Von der Talstation der Rheinseilbahn am Zoo schweben die kleinen Viererkabinen mit fantastischer Aussicht über den Fluss hinüber zum Rheinpark, wo man bis zur Hohenzollernbrücke und über diese in die Altstadt spazieren kann. Im Sommer lassen sich die Sonnenstrahlen auf den Rheinterrassen im Beach Club genießen.

Karte: Alle Stationen in NRW